Donnerstag, 3. Januar 2013

In eigener Sache: Prag zum Jahreswechsel 2012/13

Den Jahreswechsel haben wir diesmal richtig gut angehen lassen. Und zwar mit vier Tagen Prag für sechs Leute, wohin wir uns mit der Deutschen Bahn befördern ließen. Zunächst geht es da mit dem ICE nach Nürnberg, und dann im Expressbus direkt und ohne Halt nach Prag. Bereits die Busfahrt war dementsprechend sensationell. Mit an Bord und  - logisch! - direkt hinter uns platziert waren drei symphatische Jungs, von denen zwei ganz offenkundig "Schwein" und "Homo" hießen. Ich gebe hier auch den originellsten Witz der beiden nochmal zum besten: "Was ist der Unterschied zwischen einem belgischen Kind und einer Kartoffel?  - Die Kartoffel ist erst unter der Erde und dann im Keller!" Der kleinen Fauxpax von "Schwein", der zuerst aus Versehen nach dem Unterschied zwischen einem holländischen Kind und einer Kartoffel fragte, vergessen wir dann jetzt mal schnell. Ist ja auch gar nicht so weit weg von Holland, dieses Belgien. Aber als Animateure, echt 1A die Jungs. Wir fangen sozusagen als Gegenprogramm auch schon um halb zehn morgens mit der ersten Flasche Sekt an und genehmigen uns dann noch die Bayern-Hits, ausgewählte Spirituosen im Fünferpack. Ich erwische einen Kräuterschnaps. Herrlich - endlich Urlaub, kann ich da nur sagen.
Nach so viel Kultur schon im Bus kann ich die Stadt kaum erwarten, ehrlich. Zum Glück bin ich da wieder einigermaßen nüchtern, denn es bieten sich unglaublich tolle Bilder und Silouetten auf unserem ersten Stadtrundgang gleich am Nachmittag. Hier deshalb ein paar Eindrücke: 

Weihnachtsmarkt vor Taynkirche

Blick von der Moldau auf den Hradschin mit Veitsdom

Auf der Karlsbrücke in der Dämmerung

Am ersten Tag essen wir auf der Kleinseite im U Schnellu. Das beste kommt wie immer zum Schluss: Apfelstrudel. Lecker! Leider habe ich zu diesem Zeitpunkt schon eine mittelgeradige Knoblauchvergiftung von der Vorspeisen-Kartoffelsuppe. Aber das macht nichts, in Prag lässt sich da der Pegel ganz gut halten und die Entwöhnung ist weniger hart, als man denkt

Schaufenster eines Spirituosenladens

In Prag sind alle irgendwie ganz verrückt nach Absinth. Es gibt sogar Flaschen, in denen ein riesiger toter Käfer rumschwimmt. Absinth "Beetle" nennt sich das dann. Lecker. Ich verzichte auf Kostproben und halte mich an Bier. Schließlich will ich ja noch was sehen von der Stadt, und die grüne Fee hatte ich ja eh schon kennen gelernt.  
Der Absinth-Trinker - Gemälde im Kaffeehaus Slavia

Es geht am nächsten Tag daher postwendend auf den Berg und in die Burg. Erstmal genehmigen wir uns einen Glühwein. Ist ja auch schon halb zwölf Mittags. Der wird einem auch förmlich an jeder Straßenecke aufgedrängt. Hier oben ist er leider weder gewürzt noch gezuckert. Sehr interessant, so heißer, trockener Rotwein im Pappbecher. Ich kipp mal lieber ein Beutelchen Zucker rein. Und trinke dann tapfer auf den scheußlichsten Glühwein der Welt. Und alle machen mit ;-)

Dann steht aber wieder Kultur auf dem Speiseplan. Da gibt es eine gruselige Folterkammer und eine blendende Aussicht auf Prag. Und natürlich den Veitsdom mit grausligen Wasserspeiern außen dran und unglaublich coolen Fenstern innendrin. An jeder Ecke stehen hier irgendwelche Musiker rum, was ganz arg romantisch ist.
Vor dem Wachplatz

Im Veitsdom

Touristinnen. Ohne weitere Worte...

Sammlung von Rüstungen im Goldgässchen

Abends gehe ich mit dem Liebsten auf den Berg in den Park und zu  kleinen Prager Eiffelturm Der Blick von dort ist echt gigantisch. Und dann werde ich auch noch zum 7-Gänge-Menü ins Kampa Park geladen. Das ist fein und hat auch tolle Aussichten. 

Blick vom kleinen Eiffelturm auf die Stadt

 Im Kampa Park an der Moldau 

Dann ist es auch schon so weit - Silvester naht! Zum Glück haben wir schon am ersten Tag eine echt coole Location aufgetan, in der es sich verdammt geil feiern lässt. Wir sind bei den "Cowboys" auf der Kleinseite und die haben super Buffet und außerdem eine phantastische Dachterasse direkt unter der Burganlage mit Blick über die ganze Stadt. Ich kann das nur empfehlen, die kriegen für Essen, Liveband und 1. Reihe-Plätze-Feuerwerk eine glatte Eins. Leider kann man das nicht fotografieren, so ein Diamanten-Funkelgewitter über einer alten aber dennoch grazilen Stadtsilouette. Stellt es euch einfach vor, wie wenn Millionen Glitzersteine über ein Lichtermeer prasseln. Na, kommt schon, Ihr wisst doch, wie ein Feuerwerk aussieht, oder???

Den letzten Tag lassen wir gemütlich mit einem langen Spaziergang und einem Frühstücks-Besuch im Kaffeehaus ausklingen. Hier gibt es, ähnlich wie in der Türkei, erotik Lampa. Naja. Eher exotik Lampa. Aber trotzdem schöööön. Und das Frühstück ist mit Fleischbrühe und Omelette nach so einem Knallersilvester genau das richtige.

 Die Sonne scheint. 2013 wird sicher super!



Im jüdischen Viertel

Liebes-Schlösschen

 
Charles-Bridge-Blues



Happy New Year!

Übrigens: Auf der Heimreise haben wir tatsächlich bereits an der Bushaltestelle unsere reizende Begleitung von der Hinreise wieder getroffen. Die Jungs waren jetzt müde, ausgenüchtert und ganz brav. An die Fahrt  im Bus konnten sie sich nach eigenen Angaben leider auch auf Nachfrage nicht mehr erinnern. Wir haben uns den Belgier-Witz nochmal erzählen lassen und Bilder gemacht. Meet your Star! ;-)

Montag, 3. Dezember 2012

Aus gegebenem Anlass: Twentyfour - auf der Suche nach dem Adventsmoment

Der Liebste bekam dieses Jahr keinen Adventskalender. Er hat nämlich letztes Jahr schon die Schokolade darin verweigert. Auf Grund besonderer ernährungspsychologischer Kausalitäten. 
Naja. Ich fühle mich nicht richtig adventlich ohne Adventskalender zuhause (egal, ob meiner oder seiner!). Also muss ich mir einen eigenen schnitzen. Jeden Tag gibt es nämlich im Dezember irgendwo, irgendwie irgendwann ein bißchen Weihnachten. Völlig ohne Kalorien werde ich daher hier mein eigenes "December-Twentyfour" anrichten, und Ihr, liebe Leser (die Ihr dieses Jahr ziemlich zahlreich geworden seid, was mich sehr freut und auch glücklich macht), müsst mir bei der Suche nach dem einzig wahren Adventsmoment des Tages zuhören und helfen.



Montag, 3. Dezember
Es ist Montag, und alles geht schief im Büro. Zum Glück kocht der Liebste mir abends Hackfleischklößchen. Und dazu hat er ein Gläschen feinen Rotwein. Und dann läuft echt das Weihnachtsspecial mit unserem Helden Mr. Bean. Ich in versöhnt und der Adventsfriede ist wieder hergestellt. Viel Spaß. Mr. Bean ist celebrating christmas the different way!


Sonntag, 2. Dezember
Kaum zu glauben, aber Weihnachten begegnet mir schon beim Aufstehen! Es hat geschneit, ganz echten SCHNEE, und das in Würzburg! Ich bin völlig fasziniert. Zum Glück habe ich vor ein paar Tagen meine alte Stereoanlage im Wohnzimmer aufgebaut, die echt coolen Sound produziert - da kann ich den Schatz liebevoll wecken: Mit voller Dröhnung "I´m dreaming of a white Christmas" und "Let it snow, let it snow, let it snow". So, da hat er seinen Adventskalender dieses Jahr. Schöne Bescherung. ;-)



Samstag, 1. Dezember 

Die erste, die mir auf der Suche nach Weihnachten und dem wahren Moment des Advents half, war Meike. Obwohl ich sie nie zurückrufe, das ganze Jahr über vor lauter Stress und Entfernung nix von mir hören lasse, unsere Freundschaft damit vernachlässige und stets ein schlechtes Gewissen habe, lässt sie jedes Jahr Gnade vor Recht ergehen und schickt mir ihren E-Mail Adventskalender trotzdem.
Da gibt es dann jeden Tag ein kleines Stück von einer schönen Weihnachtsgeschichte, auf die ich immer schon sehnsüchtig warte -  und jeden Tag wird mir ein bißchen warm ums Herz, wenn ich die Adventskalender-Mail so *b l i n g b l i n g * in meinem Postfach sehe. Meike ist eben großartig, und jedes Jahr zu Weihnachten möchte ich ihr dafür von ganzem Herzen danken. Das mache ich hiermit feierlich und offiziell, und gelobe für das nächste Jahr öffentlich Besserung. Liebe Meike, hoffentlich liest du das hier und nimmst die weihnachtliche Entschuldigung für mein schlechtes Betragen an. Sankt Nikolaus wird meine Unartigkeit zwar in sein schwarzes Buch eingetragen finden - aber es wäre mir schon recht, wenn wenigstens Du nicht allzu sauer wärest... DANKE auf jeden Fall für meine tägliche Dosis Weihnachten. Ich genieße sie und freu mich jeden Tag darüber!

Montag, 19. November 2012

Aus aktuellem Anlass und in eigener Sache: "Mord Im Pfarrhaus" II

Weil alle Vorstellungen von Mord im Pfarrhaus schon vor der Premiere des Stückes ausverkauft waren und dann auch noch die Premiere toll war, und wir alle so wahnsinnig viel Spaß am Mördern und Pfarrhausen haben: Es wird Zusatztermine geben! Buchbar sind die am dem 26.12.2012, 16.00 Uhr unter krimikeller.de.

http://www.main-netz.de/nachrichten/region/marktheidenfeld/martheidenfeld/art11878,2364565


Neue Termine:  

Februar 2013: 14., 15., 16., 17., 21., 22., 23., 24., und 28.  
März 2013: 1., 2., 3., 7., 8., 9., 10., 14., 15., und 16.

Donnerstag, 8. November 2012

In eigener Sache: "Mord im Pfarrhaus" - Miss Marple ermittelt im Krimikeller Rothenfels

Es ist Herbst, und schon taucht die Chello ab in den Theaterkeller. Diesmal wird was ganz neues gemacht: Mein erster Krimi! Niemand anderes als Agatha Christie lieferte die Vorlage, und so wird am dem 15. November im Krimikeller in Rothenfels die gute Miss Marple ihr Unwesen treiben. Tatort ist das altehrwürdige Pfarrhaus eines beschaulichen Städtchens mit dem zuckersüßen Namen St. Mary Mead. Der Herr Pfarrer hat hier noch das Sagen, die Damen kümmern sich um Haus und Garten, die Herren sich um die Damen, der Katechismus wird gelebt und die Bibel gelesen.
Wäre aber kein Krimi und schon gar kein Mord im Pfarrhaus, wenn nicht spätestens im zweiten Akt ein ziemlich totes Gemeindemitglied auf der Bühne rumliegen würde. Pfarrer Clements Schäfchen sind aber gar nicht so unglücklich darüber, denn der gute alte Oberst Hampton war jetzt nicht unbedingt Everybodies Darling! Das schränkt natürlich den Kreis der potentiellen Täter nicht gerade ein...
Nur eine scheint in der ausweglosen Situation den Überblick zu behalten: Miss Marple, die hier in ihrem ersten Fall zwischen Rosenbüschen und vertrockneten Pflanzen ermittelt, falsche Geständnisse und gefährliche Liebschaften enttarnt. 

Ihr wollt jetzt sicher wissen, ob ich den Oberst abgeknallt hab, oder???
Dann mal ab nach Rothenfels - da ist immer eine Leiche im Keller!

Agatha Christie: MORD IM PFARRHAUS
Regie: Matthias Hahn

Es spielen: Matthias Born/Mascha Eckert/Michael Franz/Waldemar Franz/Matthias Hahn/Birgit Hanisch/Margit Kirstein/Inken Kleiböhmer/Vera Kraus/Conny Leimeister/Michelle Neise/Lucas Nicht/Andreas Protte/Marie Rüfer/Christof Stein/Christiane Stein/Bernd Straub
Kostüme: Svetlana Guckes

Termine:
16./18./22./23./25./29./30. November 2012
1./2./6./7./9./ 13./14./15. Dezember 2012
4./5./6./10./11./12./13. Januar 2013

Krimikeller Rothenfels
Inhaber Michael Franz
Hauptstr. 31
97851 Rothenfels
Tel.: 0 93 93/453 99 82
E-Mail:
info@krimikeller.de
Krimiphon (telef. Kartenreservierung): 0 93 93/453 99 88

Sonntag, 21. Oktober 2012

In eigener Sache: "Der Tod und das Mädchen" im Theater Chambinzky

Ein einsames Strandhaus in einem fiktiven südamerikanischen Land, einige Jahre nach der demokratischen Revolution. Ein Wagen hält. Doch wer ist der Mann, der Gerardo Escobar (Joachim Vogt) nach einer Reifenpanne nach Hause bringt? Politisch macht er auf Gerardo, der in der Untersuchungskommision des neuen Präsidenten alte Verbrechen aufklären will, einen vertrauenswürdigen Eindruck.

Seine Frau Paulina (Dorothy Albert) jedoch muss nur seine Stimme hören, und ist sich sicher: Roberto Miranda (Wolfgang Stenglin) ist der Doktor, der einst im Dienste des alten Regimes über Leben und Tod, Leid und Folter der Gefangenen zu entscheiden hatte.  Sie weiß dies ganz genau - sie selbst war eines seiner Opfer.  
Paulina will ein Ende machen mit ihrer Erinnerung, Rache üben und für Gerechtigkeit sorgen. Eine Verhandlung um Leben und Tod, Schuld und Sühne nimmt ihren Lauf - mit Gerardo als Robertos Verteidiger und Paulina als Richter über ungesühnte Verbrechen an der Menschlichkeit.  
Doch wie weit kann Gerardo seiner traumatisierten Frau Glauben schenken? Können Erinnerungen trügen? und was ist ein Geständnis wert, dass mit Zwang erpresst wurde?

Mit „Der Tod und das Mädchen“ zeigt das Würzburger Theater Chambinzky im KuZu Kellertheater seinem Publikum in einer Inszenierung von Manfred Plagens ab Mitte Oktober (Premiere: Freitag, 19. Oktober 2012, 20 Uhr | Spielzeit: 19.10.2012 – 11.11.2012) ein Kammerspiel, mit dem das Chambinzky sich  herauswagt aus der Welt des Boulevardtheaters und sich einem Thema widmer, das weit über die Grenzen des Politischen hinaus die menschlichen Dimensionen von Gewalt, Recht und Rache zeigt. 

Als Regieassisstenz liegt diese Inszenierung mir sehr am Herzen, und ich freue mich über zahlreiche Besuche. 


PAULINA SALAS: Dorothy Albert
GERARDO ESCOBAR: Joachim Vogt
ROBERTO MIRANDA: Wolfgang Stenglin


Regie: Manfred Plagens
Assisstenz: Michelle Neise
 
Aufführungstermine: Aufführungen im KuZU Kellertheater des Theater Chambinzky am MI | DO | FR | SA jeweils um 20.00 Uhr, am SO jeweils um 19.00 Uhr
Kartenreservierung: Telefonisch unter 0931 - 51212 oder per Mail unter www.chambinzky.com
OKTOBER 2012
Fr.  19.10./Sa. 20.10./So. 21.10./Mi. 24.10./Do. 25.10./Fr.  26.10.2012
NOVEMBER 2012
Do., 01.11./Fr.  02.11./Sa. 03.11./So. 04.11./Do. 08.11./Fr.  09.11./ 
Sa. 10.11./So.11.11.2012                              

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Türkische Riviera 2012

Die Sache ist die, dass man seinen Urlaub immer am besten dort verbringt, wo man gut essen kann. Mit den Gepflogenheiten des Dönermanns unseres Vertrauens vor Ort vertraut und angefüttert, haben wir uns deshalb dieses Jahr aufgemacht, die türkische Riviera um Antalya herum zu erkunden. 

Eigentlich müsste ich ja bloß ein paar Bilder posten, und Ihr würdet schon alle vor Neid erblassen. Stattdessen werde ich aber auch noch mit den unglaublichsten Supi-geil-Urlaubsgeschichten quälen - schließlich ist es jetzt Herbst und wir sehnen uns doch jetzt schon wieder nach Sommer, Sonne, Strand und Meer. Und da ist es auch schon:

 MEER! Mehr! MEEEER!

Nachdem wir erstmal einige Tage faul am Strand lagen, wagen wir uns raus ins fremde Land. In der Nähe unseres All-inclusive-Palastes verbirgt sich das Örtchen Kadriye. Dort ist Dienstags und Freitags Markt. Auf deutsch heißt das Basar, und Du musst aufpassen, nicht mit zwanzig Pack Hamamseife, 3 Kilo Pistazien und zehn gefakten Poloshirts zurück ins Leben zu treten... Die Werbesprüche der örtlichen Händler reichen von einem harmlos gehauchten "Möchten Sie Taschen sehen?" bis zu aggressiven "Umleitungen" durch T-Shirt-Berge. Der definitiv einfallsreichste Spruch lautete: "Darf ich Dir etwas andrehen?" (Hafenviertel von Antalya).

 Basar in Kadriye

Natürlich gehe ich den Burschen auf den Leim. Überall hängen nämlich, verhängnisvoll glitzernd und verlockend wie die sprichwörtliche Wunderlampe schöne bunte Lampen, angepriesen und angedreht als "Erotik Lampa", "türkisch Licht" oder manchmal auch schlicht Lampe - ich bin dabei! So ein herrlich kitschiges Ding MUSS ich haben! (Über Transportmöglichkeiten im Koffer denkt man bei so viel Glitzer leider nicht so wirklich nach...) Aber mal ehrlich - sind sie nicht schööön? (Unsere ist blau ;-)

 Erotic Lampa - vielgepriesen und verkauft

Kadriye haben wir abenteuerlich mit dem Dolmus, dem türkischen Minibus, erreicht. Ein paar gepflegte gebuchte Ausflüge stehen aber auch auf dem Programm. Langsam geht es los mit einer Blauen Reise, die uns an der Küste entlang durch Badebuchten führt.  Los geht unsere Reise im Yachthafen von Kemer.

 
 Im Hafen von Kemer

Blaue Reise mit dem Schiff: Höhle an der Küste von Kemer


Nach so viel Badevergnügen müssen wir auch ein bißchen Kultur machen. Mit unseren Urlaubsfreunden - aus Nürnberg sind sie und daher erfreulich fränkisch-vertraut - geht es daher nach Antalya. Antalya ist Partnerstadt von Nürnberg, darum findet man dort auch noch Reste der Nürnberger Straßenbahn.


StraBa in Nürnb...Quatsch, Antalya!

 Hafen von Antalya

Der alte Hafen ist wunderschön romantisch. Wir genießen den Ausblick in einem Restaurant auf der alten Stadtmauer. Dort essen wir tatsächlich ... - Döner! Plötzlich kommt eine Mieze daher... Und weil wir die, da gaaaanz aus Versehen ein Stückchen Döner runterfällt, wohl irgendwie gefüttert haben müssen, sind ganz plötzlich um unseren Tisch herum lauter miauende Katzen... Sehr unauffällig - egal, wie unbeteiligt wir den Wirt auch anschauen, der weiß genau, was los ist... Aber gut, wo Katzen unter dem Tisch sitzen, sind sie nicht auf dem Teller, gelle? Und die hatten alle solchen Hunger!!!


Dass der Döner nach der Aktion natürlich in Katzenmägen gelandet ist und ich nur Brot bekomme 8das haben sie verschmäht), ist aber bei der tollen Aussicht irgendwie völlig egal.

Kulisse von Antalya

 Gewürzauslage

Im Hafenviertel streifen wir herum und entdecken Gewürze, haufenweise Erotik Lampas (unsere zum Beispiel erwerben wir hier tatsächlich nach langen Feilschaktionen, die mich wieder sämtliche Nerven kosten). Und am Wasser des Hafens wähne ich mich plötzlich in "Fluch der Karibik"...

 Strandhafen von Antalya

 Hafenviertel mit charmanten Geschäftchen

 Moschee von Antalya

 
Preisfrage: Was ist DAS??? 
Mögen die hier Katzen vielleicht doch nicht sooo gern wie ich???

Einer unserer letzten Ausflüge führt uns in einen wunderschönen verwunschenen Urwald-Park mit Wasserfällen und Seen. Ich bekomme sofort das Lara-Croft-Feeling. 
  
                            

Ach Quatsch, ich bin Indiana Jones!!! Oder habe ihn zumindest getroffen...

                                   

Wir entdecken dann noch eine echte Sensation: Die Teufelsmaschine 2012. Der tiefere Sinn wurde nicht ganz klar. Soll man da sein Handy zum Laden anschießen, eine Runde durch den Park joggen und dann bei der Rückkehr feststellen, dass es geklaut wurde? Oder kommt doch auf Knopfdruck irgendwo ein gebratenes Hähnchen raus???

???

Dann machen wir uns noch auf kulturelle Spurensuche. Mitten zwischen Gewächshäusern (wo wohl der eine oder andere Einheimische gern nach Schätzen gräbt statt Auberginen zu züchten) findet man die antike Stadt Perge. Eindrucksvoll liegen ein Theater, ein riesiges Colloseum und alte Stadtruinen in sengender Mittagshitze vor uns. Die Schattenplätze sind rar gesät, aber unser Reiseführer lotst uns doch geschickt doch die heiße Gegend.

Colosseum

Perge

Antike Stadt Perge. Und das bei 40 Grad im Schatten...
Schließlich endet unser Wissensdurst im Theater von Aspendos. Gerade wird die Bühne der vorherigen Veranstaltung abgebaut - immer noch werden hier regelmäßig Opern geboten. Zum Glück aber keine Gladiatorenkämpfe mehr ausgetragen oder Christen den Löwen vorgeworfen...


 Antikes Theater von Aspendos.


Nach unseren Ausflügen stellen wir das erste Mal fest, dass es eine Lücke in unserer ansonsten durchgehenden Nahrungsaufnahmekette gibt. Wir kommen leider um kurz nach sechs heim.
Unser Hotel verfügte über (fast) nahtlose Essenzeiten:

Von 5 bis 7 Early Breakfast. 
7 bis 10.30 Uhr Breakfast. 
10.30 bis 11. 30 Uhr Continental Breakfast. 
Da machte dann aber fast schon die Pool-Snackbar auf. 
Ach ja, und zwischen halb und halb drei gab es Mittagessen.
(Die Snackbar macht da nicht zu, sondern hat bis fünf geöffnet!)
Erst um fünf muss man sich bis sechs mit kleinen Häppchen in der Snackbar über Wasser halten. 
Macht nichts. Ab sieben gibt es Abendessen, und das bis halb zehn.
Und nochmal ein Nachtsnack am 23.30 Uhr.

Erwähnte ich, dass man ab Mittag in der Patisserie Küchlein, Süßigkeiten und 
Eis mit Orchidensirup bekam???

Jedenfalls, um kurz nach sechs müssen wir eine Stunde warten :-) Dafür ist die Speisekarte wieder phantastisch.

 Main restaurant. Essen 1A.

 Aber manchmal hätte es sich empfohlen, nicht vom Türkischen ins Englische und dann ins Deutsche zu übersetzen... wer weiß, was die Russen gelesen haben??? Ich fand ja schon "Rückkehr zum roten Fleisch" (ja, denkt mal drüber nach...!) bedenklich. Die Krönung aber war die "Mutwillige Suppe". Cool. Essen mit Absichtserklärung ;-)

Ich muss wohl nicht erst betonen, dass uns dies, was zuerst wie der Himmel auf Erden erschien, nach kurzer Zeit wie die persönliche Bikinifigur-Hölle vorkam... Gut, dass das Meer auch erst mit Schwimmreifen so richtig Spaß macht!!!


Hotelgarten bei Nacht

 Unser Pool - er sah WIRKLICH genauso aus, nur noch schöner!!!

 Hotelstrand



 Ohne Worte... die fehlen einfach bei so viel Anmut!!!