Samstag, 8. August 2009

Plastikvogel

Das Hähnchen verfolgt mich. Neulich stand der Wagen vorm AG-Gebäude. Und dann auch noch beim Lidl. Ich bekomme Angst! Wahrscheinlich taucht es demnächst in meinen Träumen auf. Ich sehe es schon vor mir: Juristin von Plastikhähnchen erschlagen.
Ich esse nie wieder Hähnchen, ehrlich.

Sonntag, 2. August 2009

Mittwoch, 29.07.2009 – Gelesen: Ich bin dann mal weg!

Ich habe heute Abend Hans Peter Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ zuende gelesen. Das war eine sehr gelungene München-Lektüre und eine sehr gute Literaturumschwenkung nach Stephenie Meyer´s schwülstigen "Twilight Series": Von der Teenie-Hirnwäsche einfach mal ein Stück im Kopf weglaufen in eine irgendwie ehrliche, bodenständige Buchlandschaft. Vor allem habe ich bei allem neuen, das mir hier jeden Tag begegnet, eines in jedem Fall von Hape mitgenommen: „Drop the thought“. Das ist nicht nur auf dem Jakobsweg eine gute Strategie, sondern wirkt auch Wunder in der Wahlstation, angewendet auf den kleinen Referendar.
Ständig passieren einem z. B. Sachen oder man kommt in Situationen, die einem irgendwie unheimlich peinlich sind. Man denkt dann immer, dass die anderen einen gerade unglaublich dämlich finden müssen. Ich denke das dann immer stundenlang durch und frage mich, was man nach dieser Geschichte, die ich da von mir gegeben habe, nun wohl von mir denkt, und vor allem, was ich nicht statt dessen alles intelligentes hätte sagen können. Dabei ist es bestimmt ganz oft so, dass ein Satz, den man gesagt oder ein Fehler, den man gemacht hat, dem Gegenüber schon nach ein paar Minuten wieder völlig entfallen ist. Das würde einem selbst ja auch nicht anders gehen. Manchmal frage ich mich sogar, ob es Leute gibt, die sich mir gegenüber auch mal dämlich vorkommen, weil sie was blödes gesagt haben, und ich merk´s überhaupt nicht? Wenn, dann würde ich jedenfalls definitiv zu den Leuten gehören, die die Erinnerung daran nach allerspätestens drei Minuten schon wieder irgendwo im Nirvana vergessen hätten. Wenn mir sowas jetzt in der Wahlstation passiert, denke ich mir manchmal, wenn es mich auch abends nicht mehr loslässt: Lass es einfach fallen, mach Dich los davon. Dann denke ich an das entspannte Gefühl, das ich haben würde, wenn ich an diese Fragen einfach nicht mehr denken müsste. Und schwupps, geht es mir auch schon besser.
Heute morgen ertappte ich mich dabei, wie ich mir – frei nach Hapes ausprobierter Wegstrategie – beim Univerum auch was wünschte.
Ich verrate aber nicht, ob es geklappt hat ;-)
Von Kerkelings Weg war ich jedenfalls ziemlich beeindruckt. Und auch wenn es Gerüchte gibt, dass manche Geschichte aus dem Buch wohl erfunden sein muss, habe ich jede davon genossen und bin irgendwie ein Stückchen mitgegangen und hab dabei noch was für mich gelernt.

Zum Beispiel, dass ich den Pennern, die da gerade laut unter meinem Appartement rumbrüllen, auch gerne mal einen Eimer Wasser überleeren würde... Naja, drop the thought. Einfach ausschalten. Oder ich mach es wie letzte Woche: Laut Westernhagen aufdrehen und einfach unter die Dusche stellen, bis man definitiv der letzte im Haus ist, der Krach macht.

Sonntag, 26. Juli 2009

26.07.2009 - Hähnchenalarm!

Unglaublich! Ich habe es wieder gesehen! Das fahrende Riesenhähnchen, das mir auf der ersten Fahrt von München nach Würzburg vor drei Wochen schon einmal begegnet ist! Diesmal habe ich sofort die Kamera gezückt, um den Augenblick mit Euch zu teilen.
Das fahrende Hähnchen ist einfach ein Foto wert, wie es so skurril über die Autobahn fliegt. Man beachte bitte auch die Aufforderung "Nimm mich..." auf dem Gefährt. Hertel´s Knusperhähnchen. Ein Genuss für die Sinne, würde ich mal behaupten. Nur essen würde ich diese Retortenhähnchen vielleicht lieber doch nicht. Der Plastikvogel auf dem Dach erinnert irgendwie zu sehr an "Brust oder Keule"...

Samstag, 25. Juli 2009

Mittwoch, 15.07.2009 - Olympiapark

Mit Miri machte ich einen schönen Spaziergang durch den Olympiapark.
Weil ich da entdeckte, dass es außer BMW in meiner etwas komischen Wohngegend doch tatsächlich eine Menge schöne Dinge zu entdecken gibt, hier zunächst ein Bild meiner mittlerweile ausgetauschten Nachkriegsvorhänge im Appartement:

Das ist damit nun auch erledigt und wir können uns schöneren Ausblicken widmen.

Die BMW-Welt:


Das Poster, unter dem ich seit der Werketour des neuen X1 nun schlafen darf:


Blick aus dem Olypiapark auf das seit meiner nächtlichen Tour schönste Gebäude Münchens:


Der Olympiapark:

18./19.07.2009 - Wochenende am Chiemsee

Der Liebste ist gekommen und hat mich mitgenommen zum Chiemsee. Das heißt, eigentlich bin ich gefahren, und das ist schon ein skurriles Gefühl, wenn meineeine sich im feschen Sommerkleidchen direkt vorm BMW-Wohnheim in den Mercedes SLK gleiten lässt und gleich mal das Dach aufmacht. Zur Strafe standen wir natürlich dann eine geschlagene Stunde im Stau...
Der Samstag war ziemlich regenreich, und die Geschichte mit den beiden Tauben auf dem Balkon von Omas Ferienwohnung erpare ich den Lesern lieber...
Dafür mal ein paar Eindrücke vom Chiemsee und einer schönen Autotour am Sonntag, als die Sonne sich wieder blicken ließ.

Weil es morgens noch ziemlich bewölkt und regnerisch war, sind wir kurz entschlossen zu unseren österreichischen achbarn rübergefahren, die hatten nämlich schon gutes Wetter. So bin ich denn auch mal in Kitzbühel gelandet ("Kitz für Insider", wie mein Chef mich am Montag darauf scherzhaft korrigierte).





Und von da ging´s dann wieder nach Hause zum See, wo dann auch Sommerstimmung aufkam.


Freitag, 17.07.2009 - Arbeitsgemeinschaft

Auch in München findet natürlich eine AG statt. Wir Würzburger mussten uns sogar selbst darum kümmern. gezwungenermaßen und natürlich schriftlich - ist ja nicht gerade so, dass man sich darum reißen würde, auch nach dem Examen wieder spannenden Vorträgen der mehr oder minder ebenfalls dazu verdonnerten Ausbildungsleiter zu lauschen.
Am Freitag, den 17.07.2009 dann die erstaunliche Erkenntnis: SozialrechtsAG kann auch lustig sein. Aber nur, wenn man sich wieder in Klasse 5 zurück versetzt...

Samstag, 11. Juli 2009

Samstag, 11.07.2009 – Außergewöhnliche südliche Ereignisse

Irgendwie passiert jeden Tag in München etwas anderes skurriles. Ob der Parkautomat mein Ticket frisst und ich den Serviceknopf am Parkautomaten das erste Mal in meinem Leben betätigen muss, oder ob mein Computer plötzlich morgens keinen Ton mehr von sich gibt und ich mit der BMW-Servicehotline telefonieren muss (netter Mann, aber zu viele komische Begriffe, mit denen ich halt mal überhaupt nix anfangen konnte...) oder ob ich fremde Bibliotheken aufsuchen muss, in denen ich aus Versehen bei der suche nach dem Kopierer die Komplettbeleuchtung ausschalte: Eigentlich vergeht kein Tag, an dem es nicht irgendwie interessant ist und ich – tja - auf fremde Hilfe von Einheimischen angewiesen bin...
Die sind sehr hilfsbereit. Mein Liebster versucht jetzt, mir beizubringen, ich möge beim Bäcker „Semmeln“ statt „Brötchen“ ordern. Naja. Das ist bestimmt auch hilfreich, wenn man sich da den örtlichen Gegebenheiten anpasst. Aber ein Sauerländer braucht da schon eine gewisse Eingewöhnungsphase, sowas geht mal gar nicht von heute auf morgen.
Im Übrigen kenne ich jetzt schon jedes Münchener Ortsausgangsschild, seit ich letzten Sonntag versucht habe, Vroni dort mit der Black Pearl nach Hause zu bringen. Gut, es wäre von Vorteil gewesen, wenn wir wenigstens gewusst hätten, auf welcher Isarseite sich dieser geheimnisvolle Ort befindet... hat aber dann doch noch geklappt, und auf dem Weg nach Hause in mein feines Appartement hab ich mich auch nur einmal ganz kurz verfahren, weil man eben nicht gleichzeitig die Straße beobachten und eine Karte lesen kann. - Ich freue mich ja IMMER, wenn ich das BMW-Logo am „Vierzylinder“ sehe, aber ich habe mich noch nie so sehr gefreut wie an jenem Abend...!
Vronis Heim befindet sich im Übrigen in der Nähe des Justizausbildungszentrums, wo die AG stattfindet. Ein bißchen Angst hatte ich schon, da am Freitag wieder hinfahren zu müssen. War aber tagsüber ganz einfach und ich hab´s gleich gefunden!
Okay. Vielleicht lag das auch an Miris Navi, das mich gelotst hat. Aber ich fühl mich jetzt schon viel besser, und nächste Woche wird München mit frischem Elan weiter erkundet.