Sonntag, 7. Juni 2015

Meran 2015

Vor kurzem hatten wir nach gefühlt und auch tatsächlich verstrichener sehr langer Zeit mal wieder eine ganze Woche Urlaub. Also echter Wegfahrurlaub-Urlaub, nicht nur meine Tante/Cousine/Oma heiratet/besucht uns/wird 180 etc. und wir müssen an den Feierlichkeiten teilnehmen - Urlaub. Urlaub, den wir perfekt zum Aufsuchen verschiedenster Orte genutzt haben, haha! (Ich komme mir direkt verwegen vor, während ich das schreibe...)
Am Pfingstmontag machten wir uns also per Cabrio auf Richtung Italien, genauso wie früher in den 80er alle Deutschen. Nur wir halt ohne drei kotzende Kinder im Fond und ohne Wohnwagen. Und, total revolutionär für unsere Verhältnisse, ohne Hotelbuchung und ohne konkreten Plan. Wir fahren nach Meran. Reimt sich auf kein Plan und finden wir irgendwie gut.
Nach den verrückten Fehlleitungen des Navis zu schließen, wird Navigon von den Betreibern österreichischer Pausenhütten auf besonders hohen Pässen mit besonders unzugänglichen Kurven dafür bezahlt, Touristen genau durch diese Gefilde zu leiten, was ich schmerzlich zu spüren bekomme, während der Liebste am Steuer meinen Magen (ich fühle mich zumindest in diesen Momenten auf dieses Organ reduziert) Berge auf und ab kurvt (Fahren ist auch auf "Kurven" rediziert, und das aus gutem Grunde, Leute, ganz ehrlich). 
In Meran wollen wir eine Badehose für den Liebsten kaufen und da dann die berühmte ganz tolle erst vor wenigen Jahen gebaute Therme in Meran besuchen. Obwohl sich das jetzt unspektakulär anhört, hat sich das im Nachhinein als ganz ausgezeichnete Idee herausgestellt. Dies Therme ist nämlich sehr schön. Ich kann z. B. ins Sportschwimmbecken gehen, ohne da von Nilpferden in rosa Bikinis am Schwimmen gehindert zu werden und es gibt keinen Sprungturm, der mich permanenter Angst aussetzt, dass mir ein unerzogener dicker Neunjähriger in den Nacken springt und dadurch mein Leben grausam beendet wird. Außerdem kann man in zahllosen Becken unterschiedlichster Wärmegrade mit unterschiedlichster Strömungs- und Spudelkapazität herrlich entspannen. Wir haben uns Liegen organisiert und liegen dann in der Sonne auf einer thermeneigenen Wiese herum. 
Der einzige Zwischenfall ereignet sich, als wir beide mal kurz aufs Klo gegangen sind. Eine Windhose hat sämtliche Sonnenschirme und Liegen herumgewirbelt. Wir sammeln unser Zeug wieder ein - alle nervigen Touristen um uns herum haben jetzt zu unserer großen Freude nämlich die Flucht ergriffen. Ein Handtuch taucht nicht wieder auf. Is mir fast egal, gehört nämlich dem Hotel in dem wir eingecheckt haben. Als der Liebste ein bißchen rumfragt, entdeckt eine meterweit entfernt liegende  Dame das Handtuch ganz zufällig fein säuberlich gefaltet als Kopfkissen auf ihrer Lagerstatt. Hups, wie da nnur passieren konnte. Ich weiß nicht, warum alle Touristen so gerne Hotelhandtücher klauen, echt nicht. Ich frage mich im Hotel schon immer, wie gut diese Handtücher, die doch vor mir schon zig Hotelgäste benutzt haben, wohl gewaschen sind. So eins mitzunehmen, noch dazu mit Hotelaufdruck, sodass zuhause jeder sehen kann: "Aha, wieder Handtuch im Hotel geklaut!!!" würde mir echt im Traum nicht einfallen. Anderen offensichtlich bei der kleinsten Gelegenheit. Nun ja, Gelegenheit macht Handtuchdieb, oder wie heißt es so schön... 

Als ich gerade auf einer in Blubberbläschem getauchten Liege im größten Becken der Therme rumliege und mich im Wasser aale, kommt ein Securitytyp vorbei und fordert mich auf, das Wasser sofort zu verlassen. Ich bin etwas verunsichert und fühle mich in meiner himmlischen Ruhe gestört. Etwas beruhigt nehme ich zur Kenntnis, dass ALLE und nicht nur ich aus dem Becken gekehrt werden - kann also nicht auf einer Verwechslug meiner Person mit einer weltbekannten Terroristin oder so beruhen. Alle wollen wissen, was der Anlass ist, dass das Becken leer sein muss. Ich kapiers nicht, auch nicht, als Typen mit Keschern im Wasser fschen. Dann das Eingeständnis eines der Mitarbeiter auf hartnäckige Touristenfragen: Ein Kind hat sich übergeben. Keiner lacht. Ich schon! Durch meinen Lachanfall muss auch der Mitarbeiter lachen. Kommt nicht so gut an, wir zwei scheinen die einzigen zu sein, die das irgendwie lustig finden. naja. Aber auch die Thermenleitung scheint den Vorfall nicht so schlimm zu finden, denn eine halbe Stunde später sind die bunten Absperrbänder wie durch ein Wunder wieder verschwunden und neue Gäste drängen ins Kotzbecken. :-) Problemlösung durch Zeitablauf kann echt erfrischend sein. 

Wir verbringen übrigens drei übelst entspannte Tage in Meran, latschen aufm Berg rum und gehen hervorzüglich essen mit Blick auf die Stadt. Dann zieht es uns aber weiter an den Gardasee, weil ich mehr Palmen sehen will. Was da passierte, wie es in Venedg weiterging und wieso Heinz ins Wasser kotzte, steht jetzt einfach mal in einem neuen Blogeintrag. (Das ist ein Cliffhänger. Er soll neugierig mach, auf das, was am Gardasee passierte. Um die unerträgliche Spannung zu entspannen, kleiner Vorgriff: ungefähr so viel wie in Meran: Nichts. Urlaub ist halt einfach geil!)

Samstag, 6. Juni 2015

Happy Geblogstag!

Lieber Ralf,
wir zwei sind ja Facebookfreunde und damit quasi die zwei besten Freunde, die man sich nur wünschen kann. Deshalb wäre ich heute auch echt gerne bei Euch zum Feiern vorbei gekommen. Heute hat aber noch eine Freundin von mir Geburtstag. Ich kenne sie ganz in echt, deshalb muss ich die Feier des Würzblog wieder mal schwänzen und sie besuchen. Und weil ich Dir mein Geschenk nicht persönlich geben kann, siehst du dann zum Glück auch nicht, dass ich nur noch eine Weihnachtskarte zum Gratulieren hatte... :-)

Ich wünsch dem Würzblog noch mindestens 10 weitere erfolgreiche Jahre! Happy Birthday und feiert schön! Die Chello

Montag, 27. April 2015

Besuch in Frank Huhnkes Grillschule Würzburg

Am Sonntag, den 26.04.2015 war ich unterwegs, um meine einzigartige Mission "Frau am Grill" voranzutreiben. Seit vom Mann des Hauses ein toller Gasgrill angeschafft wurde, habe ich bisher recht wenig Berührungspunkte mit dem Grillen genießen dürfen, denn mir wurde der Umgang mit dem urtypischen Feuer zur Speisenbereitung bislang nur unter Aufsicht gestattet. 

Eine Frau am Grill scheint, ganz wie ein Weib auf See, Unglück zu bringen. Das wollte ich natürlich ändern, und habe beschlossen, mir dabei von einem Profi helfen zu lassen.
So habe ich denn zum Geburtstag meines Liebsten - natürlich völlig uneigennützig - einen Grillkurs für zwei verschenkt. 

Und bin seit gestern total davon überzeugt, dass es wichtig ist, Trennspray anzuschaffen, mit Thermometern in Fleisch zu hantieren und eine ordentliche Patina auf dem Grillrost zu produzieren. Außerdem kann ich panierte Sachen grillen und weiß, dass Ananas toll sei kann, aber GEGRILLTE Ananas eine Delikatesse ist! Ich bin bekehrt!!! Also quasi schon fast ein Mann geworden. ;-)

Nein, ganz ohne Quatsch: Ich danke ganz herzlich Frank Huhnkes Grillschule inWürzburg für einen supercoolen und echt witzigen, dabei aber auch wirklich lehrreichen Tag. Wir waren zwar unter zwanzig Teilnehmern nur zwei Frauen, aber ich glaube, wir haben auch nur ein ganz kleines bißchen gestört. Und das Ergebnis - alter Schwede! - das kann sich doch wirklich sehen lassen, denn wir haben gleich am nächsten Abend wieder gegrillt und sind happy happy happy: 


Ich habe übrigens meinen Mann gefragt, was er noch beitragen will, um dem Frank zu huldigen. Er ist halt ´n Mann, und der ist eben grillaffin. Kommentar: "Nix mehr. War´n guter Mann". Vielleicht überzeugt das ja auch die Männer unter meinen Lesern! Also - Franks Grillschule ist einen Besuch wert:

Donnerstag, 23. April 2015

Das Blaue vom Himmel - Der Lügenbaron im Theater Chambinzky

Ach, ich lüge ja so gerne!!! Und wie schön es ist, dabei jeden Abend einem echten Meister der Erfindung zuzusehen! Wer noch was dazu lernen will in Sachen schräge Geschichten auftischen, dem sei "Der Lügenbaron" ans Herz gelegt. Ich hab ja sooo viel Spaß dabei :-) Wir spielen noch bis zum 16. Mai!

Montag, 9. März 2015

Off-Theater in Würzburg

Danke an den BR für diesen guten, ehrlichen und doch schönen Beitrag über meine große Liebe in Würzburg - das Theater!

http://www.br.de/radio/bayern2/bayern/regionalzeit-franken/off-theater-in-wuerzburg-100.html

Sonntag, 18. Januar 2015

In eigener Sache: "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler in der TheaterWerkstatt Würzburg

Ich spiele diesmal in der TheaterWerkstatt, vormals WerkstattBühne. Wow, ist das schön! Nach einigen Regie-Assistenzen dort ist es toll, in diesem kleinen Theater das Gefühl zu haben, dass es nach der Premiere erst richtig los geht und noch nicht vorbei ist. Ich hatte eine konzentrierte, gute Probenzeit und habe ein wunderbares Ensemble.
Nachdem die für den 10. Januar geplante Premiere wegen Krankheit verschoben werden musste, haben wir dann am Freitag, den 16.01.2014 unsere Maskerade präsentiert. Es wird bunt und düster! Bitte lasst Euch das Stück nicht entgehen, es liegt mir sehr am Herzen! Alle Infos hier: 



Fridolin ist Arzt, seine Frau Albertine Hausfrau und Mutter. Sie führen eine scheinbar harmonische Ehe. Doch unter der bürgerlichen Oberfläche schlummern ungestillte erotische Begierden und Träume, die im Laufe einer einzigen Nacht ans Licht kommen. Schonungslos gestehen sie sich ein, was bisher verschwiegen blieb. Und ausgerechnet der Mann ist es, der mit den erotischen Geständnissen seiner Frau ein Problem hat. Plötzlich ist seine Ordnung der Welt, die er als selbstverständlich hinnimmt, durch das Geständnis seiner Frau infrage gestellt, dass sie sich zu einem anderen sexuell hingezogen fühlt. In seiner männlichen Eitelkeit gekränkt, versucht er seiner Frau nicht nur in der Fantasie, sondern in der Realität untreu zu werden. Während Albertine im Traum eine Affäre mit einem dänischen Offizier auslebt, stürzt sich Fridolin in eine nächtliche Odyssee mit unzähligen erotischen Verlockungen. Was Wirklichkeit ist und Traum bleibt, verschmilzt miteinander und am Ende steht die Erkenntnis, dass kein Traum völlig Traum ist ...

Für Arthur Schnitzler (1862 – 1932), einen der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne, war die Macht des Unterbewussten Grundmotiv seines literarischen Schaffens. Deutlich beeinflusst von Sigmund Freuds Buch „Die Traumdeutung“ (1899) zeigt er auch in seiner „Traumnovelle“ (1926) die Macht von Traum und Unterbewusstsein auf den den Menschen. Schnitzler, selbst als Arzt in Wien tätig, erzielte mit Stücken wie „Der Reigen“, „Das weite Land“ oder „Anatol“ große Erfolge.
 
Die „Traumnovelle“ wurde 1999 mit Tom Cruise und Nicole Kidman in den Hauptrollen unter dem Titel „Eyes Wide Shut“ erfolgreich verfilmt.
Regie: Cornelia Wagner
Es spielen: Matthias Born, Stephan Ladnar, Lisa Schopf, Konstantin Wappler, Michelle Neise
Bühne: Bernd Albrecht, Uwe Bergfelder
Technik: Bernd Albrecht, Uwe Bergfelder
Theaterleitung: Thomas Lazarus

Alle Infos nebst Link zur Kartenreserverung unter www.theater-werkstatt.com.
Kartenreservierung: telefonisch unter 0931-59400 oder per Mail an tickets@theater-werkstatt.com.

Presse: Mainpost

 
 Lisa Schopf und Konstantin Wappler als "Pierette" und "junger Mann"

 Matthias Born und Michelle Neise als Fridolin und Albertine

 Matthias Born und Konstantin Wappler als Fridolin und Barmann

Matthias Born und Stephan Ladnar als Fridolin und Diener